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Ablauf der Eingewöhnung

1.Phase

Vorgespräche über das Kind, den Ablauf der Eingewöhnung und die Rolle und Funktion der Eltern und Erzieherin, Schnuppertag

 

2. Phase

Grundphase Tag 1:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grundphase Tag 2:

Mama/Papa kommt mit dem Kind zusammen in die Einrichtung

für ca. 1,5 – 2 Stunden

 

Das Kind kommt gemeinsam mit dem Elternteil zwischen 8..00 Uhr

8.30 Uhr in die Kinderkrippe. In der Freispielzeit kann es die neue

Umgebung, die Spielsachen, die Kinder und die Bezugserzieherin

kennenlernen. Um ca. 8.45 Uhr wird Morgenkreis gemacht und

anschließend Brotzeit. Gerne kann das Kind nach der Brotzeit noch von dem Elternteil im Wickelraum gewickelt werden, die Bezugserzieherin kann die beiden begleiten. Um ca. 10.00 Uhr endet der Tag und die Mama/der Papa und ihr/sein Kind gehen gemeinsam nach Hause.

 

 

 

Mama/Papa und ihr Kind sind für ca. 2 – 2,5 Stunden gemeinsam in der Kinderkrippe

 

Mama/Papa und ihr Kind kommen wie am ersten Tag zwischen 8.00 Uhr und 8.30 Uhr in die Kinderkrippe und erleben den Ablauf mit der Gruppe, genauso wie am ersten Tag. An diesem Tag ist es möglich, dass die beiden etwas länger bleiben.

3. Phase:

Erster Trennungsversuch ab dem 3. Tag:

 

ca. 1,5 Stunden gemeinsam, erste Trennung, max. 30 Min.

 

Die Mama/der Papa ist mit im Raum, während das Kind am Ablauf

teilnimmt (Morgenkreis, Brotzeit). Während der Freispielzeit kann die

Mama ihr Kind im Wickelraum wickeln, wobei die Bezugserzieherin

wieder zusehen kann. Wenn das Kind im Morgenkreis bereits alleine gut mitmacht, kann sich die Mama natürlich etwas zurückziehen und etwas abseits setzen. Nach der Brotzeit, um ca. 10 Uhr findet die erste Trennung statt. Die Mama verabschiedet sich vom Kind und hält sich im Haus auf, sodass sie jeden Moment zurückgeholt werden könnte, falls das Kind weint und sich nicht beruhigen lässt. Falls das Kind einen Schnuller hat oder irgendetwas, was zum Trösten helfen kann (Tuch, Kuscheltier…..) darf das gerne mitgebracht werden. Die erste Trennung gibt bereits Hinweise darüber, ob das Kind bereits eine Beziehung zur Bezugserzieherin aufgebaut hat (z.B. wenn es Nähe Sucht oder sich trösten lässt) und wie lange die Eingewöhnung in etwa dauernd könnte. Nach max. einer halben Stunde kommt die Mama/der Papa und "holt ihr Kind ab". Beide gehen gemeinsam nach Hause.

 

je nach Verlauf der ersten Trennung folgt:

 

vorläufige Entscheidung über die Dauer der Eingewöhnung je nach Wohlergehen des Kindes (kurze oder längere Eingewöhnung)

Zweite Trennung am

4. Tag:

ca. 1 Stunde gemeinsam, zweite Trennung, Morgenkreis,

Brotzeit (ca. 1 – 1,5 Stunden allein). An diesem Tag verabschiedet sich die Mama schon vor dem Morgenkreis von dem Kind. Das Kind nimmt ohne Elternteil am Morgenkreis und an der Brotzeit teil. An diesem Tag ist es möglich, dass die Mama/der Papa das Haus verlässt, wenn sie jederzeit erreichbar ist und zurückgeholt werden kann. Evtl. kann die Bezugserzieherin das Kind das erste Mal selbst wickeln, wenn das Kind einverstanden ist. Nach der Trennung (ca. 1 – 1,5 Stunden) kommt die Mama/der Papa zurück und holt ihr Kind ab.

 

4. Phase:
Stabilisierungsphase:

Täglich schrittweise abnehmende Elternanwesenheit Schrittweise gesteigerte Anwesenheit des Kindes Schrittweise Übernahme des Wickelns durch die Erzieherin  Kind erkundet die neue Umgebung und kommuniziert Wesentlich: Rituale, Übergangsobjekte, telefonische  Erreichbarkeit der Eltern

 

5. Phase: Abschluss:

Nach ein paar Tagen (6. oder 7. Tag) kommt die Mama/der Papa mit an die Türe, behält ihre Jacke usw. an und "gibt ihr Kind der Bezugserzieherin über“.

 

 

Falls das Kind über Mittag bleiben soll und evtl. auch in der Kinderkrippe Mittagsschlaf machen soll, kann es nach ca. 1,5 Wochen zum ersten Mal mit Mittagessen. Dabei muss mit dem Personal der jeweiligen Gruppe abgesprochen werden, ob es möglich ist, dass das Kind ein warmes Essen von der Einrichtung bekommt oder etwas von Zuhause mitbringt. Das Kind sollte 2-3 Mal gegessen haben und um 12.30 Uhr abgeholt werden, bevor man den nächsten Schritt macht und das Kind in der Kinderkrippe schläft.

 

 

Die Begleitung der Eltern ist in der Regel für ein bis zwei, längstens drei Wochen erforderlich!
Sie ist erst abgeschlossen wenn die Erzieherin vom Kind als sichere Basis akzeptiert wird und sich von ihr trösten und beruhigen lässt!

Mit Ihrer Begleitung erleichtern Sie Ihrem Kind den Übergang in die Tageseinrichtung. Danach kann es sein, dass die Vielfalt der neuen Eindrücke Ihr Kind während der ersten Wochen in der neuen Umgebung schneller als gewohnt ermüden lässt oder Ihr Kind ungewohnte Reaktionen zeigt. Machen Sie sich darüber keine Sorgen, denn Sie werden durch Ihre aktive Teilnahme erkennen, welche vielfältigen Entwicklungsaufgaben Ihr Kind in der Zeit vollbringt!

Wir sind bemüht, gemeinsam mit den Eltern die für alle Seiten bedeutsame Übergangssituation behutsam zu gestalten. Untersuchungen der Freien Universität Berlin haben gezeigt, dass Kinder, die ohne Begleitung durch einen Elternteil in eine Krippengruppe aufgenommen wurden, im ersten halben Jahr ihres Krippenbesuches durchschnittlich bis zu viermal länger wegen Erkrankung fehlten. Wir wissen, Kinder können sich nur dann lernend ihrer Umwelt zuwenden, wenn sie sich sicher fühlen. Mit dieser Eingewöhnung bieten wir und die Eltern dem Kind gute Bedingungen für seine weiter Entwicklung, denn:

 

In der Erziehung Ihrer Kinder, liebe Eltern, sind wir Partner!

 

Ratschläge für den Zeitpunkt des Abschiedes:

  • den Zeitpunkt der Trennung nicht hinauszögern! Ein „kurzer, bestimmter und herzlicher Abschied“ fällt dem Kind meist leichter als ein „langsamer Abschied“, bei dem der schmerzliche Moment der Trennung hinausgezögert wird.
  • unterstützend kann auch ein ganz persönliches Ritual sein, mit dem der Abschied immer wieder gleich gestaltet wird. Auch wenn ein Kind weint, wenn sich die Mutter verabschiedet und geht, können wir dem Kind den Schmerz nicht ersparen, indem sie sich in einem unbemerkten Moment, wenn das Kind abgelenkt ist, ohne Abschied „davonschleicht“. Solch eine Trennung ist für das Kind schwieriger zu verkraften, als ein klarer, ausgesprochener Abschied, bei dem die Mutter ihm versichert, dass sie wiederkommt.
  • da Eltern selbst nicht verfolgen können, wie sich die Situation weiter entwickelt, bieten wir ihnen an, telefonisch nachzufragen, ob es sich beruhigt hat. Eltern sollten auch telefonisch erreichbar sein, denn wir rufen an um eine kurze Rückmeldung zu geben
  • manche Kinder brauchen ein „Stück zu Hause“, z. B. ein Kuscheltier, Schmusetuch, Schnuller o. ä. um sich in der neuen Umgebung sicher zu fühlen.


Organisatorische Gestaltung der Eingewöhnung:
Eine erfolgreiche Eingewöhnungszeit braucht einen Rahmen, den wir wie folgt ausgestalten:

  • wir nehmen die Kinder „gestaffelt“ auf. Pro Woche und Bezugserzieherin wird ein Kind eingewöhnt.
  • Während der Eingewöhnungszeit besucht das Kind die Tageseinrichtung nach eigenem Ermessen und Rhythmus (meist bis kurz vor Mittag)
  • Die Eingewöhnung des Kindes wird von einer pädagogischen Fachkraft übernommen.
  • Das Kind wird in kleinen Schritten die neue Umgebung kennen lernen